Dürresommer 2022

Wir haben diese Blog 2015 begonnen zu schreiben. 2015 war ein extrem heißer, trockener Sommer. Nun schreiben wir August 2022 und auch dieses Jahr bietet wieder Rekorde. Rekordhitze, Rekordtrockenheit, aber auch Rekordunwetter. Alle Regionen Europas sind betroffen von mindestens einem von beiden. Während die einen bereits das Trinkwasser rationieren, schwemmt es anderswo Straßen weg und Menschen kommen bei Unwettern ums Leben.

Wer jetzt einen Regenwassertank im Garten hat, ist eindeutig König, denn in einigen Regionen Deutschlands ist sogar die Entnahme von Wasser aus Flüssen mittlerweile untersagt. Die Pegelstände von den Flüssen sind um bis zu 30% gesunken und vielerorts musste sogar das Schiffsverkehr eingestellt werden.

Was hat es mit dem Sommer 2022 auf sich?

Und was sagt die Wissenschaft? Was berichten die Medien?

Die Dürre und Hitze in Europa 2022 ist ein Wetterphänomen des Jahres 2022, das von unterdurchschnittlichen Regenmengen (Dürre) und überdurchschnittlichen Temperaturen (auch Hitzewellen) geprägt ist. Betroffen sind weite Teile Europas, insbesondere Süd-, West- und Mitteleuropa.In zahlreichen Regionen wurden neue Hitzerekorde aufgestellt, zudem kam es in verschiedenen Staaten zu schweren Waldbränden, u. a. in Portugal, Frankreich, Italien, Deutschland und Tschechien, besonders aber in Spanien.

Seite „Dürre und Hitze in Europa 2022“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. August 2022, 22:11 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=D%C3%BCrre_und_Hitze_in_Europa_2022&oldid=225447605 (Abgerufen: 20. August 2022, 11:33 UTC)

Die heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren die Sommer 2003, 2018 und 2019. Für diese Messungen werden die Durchschnittstemperaturen ermittelt und diese klinge vorab nicht wirklich hoch. 2003 waren es 19,65 Grad, 2018 lag knapp darunter mit 19,29 Grad und 2019 mit 19,24 Grad gleich dahinter. 2022 wartet bereits JETZT mit einer Durchschnittstemperatur von 19,24 Grad auf, wenn also der August weiterhin heiß bleibt, wird dieses Jahr wohl die Nummer eins in der Reihung einnehmen.

Für diese mittlere Temperatur verantwortlich sind nicht nur die sehr hohen Temperaturen tagsüber, sondern auch die besonders warmen Nächte. Dies hat auch Auswirkungen auf die Natur. Wenn die Nächste so warm sind, dass kein Morgentau mehr entsteht, leiden Pflanzen und Tiere gleichermaßen. Wer hier im kleinen Maß gegenwirken möchte, gießt seinen Garten in den frühen Morgenstunden und stellt Vogeltränken auf.

Nachdem vielerorten das Wasser knapp wird, überlegen immer mehr Menschen, große Wasserreserven anzulegen. Einen Regentonne mit 250 Litern Fassungsvermögen reicht in einem Sommer wie diesem nicht weit, da es in vielen Regionen Europas seit Wochen oder sogar Monaten nicht mehr geregnet hat. Was in der Landwirtschaft bereits seit langem üblich ist, wird nun auch für Privatpersonen interessant: Das Anlegen von Wasserbunkern mit einem Volumen von mehreren tausend Litern.

Wir werden weiter dazu berichten – und auch, was der mittlere Wert dann Ende August aussagt. Bis dahin heißt es durchhalten. Hier noch die wichtigsten Wetternews aus Europa:

Stürme in Europa

Was ist der „Bow Effekt“

Das Jahr der Jahrhundertdürre

Der Klimawandel Sommer